Neujahrsbote 2017

Neujahrsbote für Glarus Süd

52. Jahrgang

2017

Im Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine Vorstellungen über eine umfassende Erneuerung der Kirche. Seine Kritik an der kirchlichen Praxis war berechtigt, seine Änderungswünsche waren radikal und die Kirche reformunwillig. So nahm die Kirchenspaltung ihren Lauf, verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen. Dies symbolisieren die gekreuzten Schwerter auf der Umschlagseite.
Auch im Kanton Glarus wird das Jubiläum «500 Jahre Reformation» gefeiert. Weniger die Auseinandersetzungen, als vielmehr die Beziehungen der Menschen untereinander und zu Gott stehen dabei im Vordergrund. Nicht das, was trennt, sondern was uns verbinden kann, diese Denkanstösse liefert Haymo Empl in der diesjährigen Titelgeschichte des Neujahrsboten und untersucht dabei, wie die Reformation in Glarus Süd ihren Verlauf genommen hat.
(Bild: Andi Empl)

 

Inhalt Autoren
Reformationsjubiläum: Glarus Süd im Kampf um den ­«rechten Glauben» Haymo Empl
Villa «Hof» in Luchsingen Tina Wintle
So erlebte Mitlödi die Franzosenzeit 1798 – 1799 Kurt Müller-Jenny
Mitlödi – Wiege des Skisports in der Schweiz Kurt Müller-Jenny

 

Vorwort

Die Chroniken zu den einzelnen Dörfern in Glarus Süd und zum Urnerboden bilden auch in der 52. Ausgabe des Neujahrsboten den Schwerpunkt. So, wie in den letzten Jahren in Syrien, im Irak, in Afghanistan und anderswo viele religiöse Symbole ­zerstört wurden, wurden vor 500 Jahren im Jahrhundert der Reformation auch in Glarus Süd, in Elm, in Matt, in Schwanden und in Betschwanden Heiligenbilder und Altartafeln entfernt und im Sernf und in der Linth versenkt oder verbrannt. ­Anschaulich schildert Haymo Empl im allgemeinen Teil die turbulente Zeit vor 500 Jahren in Glarus Süd, aber auch, wie Katholiken und Reformierte den Weg zueinander und zu einem friedlichen Zusammenleben gefunden haben.
Tina Wintle erzählt die interessante Geschichte der Fabrikantenvilla Hof in Luchsingen, die im November/Dezember 2017 in der Schweizer-Fernsehkrimi-Serie ­«Wilder» zu sehen war. Wie Mitlödi die Zeit der französischen Besetzung in den Jahren 1798 und 1799 und den Durchmarsch der Russen er- und überlebte, beschreibt Kurt ­Müller-Jenny. Der gleiche Autor schildert auch, wie der aus Mitlödi stammende Konsul Konrad Wild eine entscheidende Rolle bei der Einführung der Ski in der Schweiz spielte.

Petsch Marti
 

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